Burgruine Höhingen

Burgruine Höhingen Achkarren

Ein Blick in Wikipedia zerstörte heute meine Kindheitsillusion der Burg Höhingen in Achkarren.
In meinen Kindertagen hatte ich, wie so viele andere Kinder, nicht gerade Spaß am Sonntagsspaziergang. Also mussten sich meine Eltern etwas einfallen lassen, wie sie mich immer mal wieder auf den Schlossberg in Achkarren bekommen würden.
Idee meines Vaters:
Die Burgruine Höhingen!
Hierzu erzählte er mir von Raubrittern und deren angehäuften Schätzen. Und von einem verborgenen riesigen Keller, in dem diese Schätze noch immer darauf warten gefunden zu werden.
Als Kind, hätte er mal bei der Ruine ein Loch entdeckt und einen Stein rein geworfen. Der Aufprall wäre erst sehr verzögert erfolgt. Er sei sich sicher, damals den Keller gefunden zu haben. Nur wisse er nicht mehr wo die Stelle gewesen wäre…..
Und so stürmte ich sonntäglich voraus, auf der Suche nach dem Schatz! Und Sonntag für Sonntag hab ich ihn nicht gefunden…. Hatte aber trotzdem Spaß.

Und nun das. Wikipedia. Und was steht drin? Nix Raubritterburg. Geplündert und dann abgebrannt und danach die Steine nach Breisach verschleppt. Übrig blieb nicht viel. Wohl auch kein Schatz.. Oder doch

Hinkommen: Achkarren erreicht man am besten mit dem Auto. Eingabe ins Navi: Schlossbergstraße, 79235 Vogtsburg.
Lost geht´s beim Gasthaus Krone. Hier führt eine Treppe hinauf und ein steiler Weg noch weiter hinauf auf den Schloßberg. Die nicht mehr sehr ausgeprägte Burgruine befindet sich auf dem Gipfel. Also immer der Nase nach oder den Schildern folgen. Auch wenn sich kein materieller Schatz finden lässt, lohnt sich die Tour alle mal. Oben gibt es eine Infotafel, tolle Aussichten, eine Papstbank, eine Grillstelle und eine Vesperhütte. Und für die Kids viel Platz zum Toben und spielen. Auch den Rittersprung sollte man sich einmal ansehen.
Auf dem Schloßberg findet sich auch eine Lourdesgrotte und viele schöne Wanderwege.
Und für die Einkehr danach: Hotel Krone oder Michel´s Straußwirtschaft.

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