Michel aus Löneberger

Theater Hans Dürr
Mit dem Patenkind ging´s heute ins Theater. Michel aus Löneberga und seine Streiche haben mich in meiner Kindheit begleitet. Und auch das Patenkind kennt den kleinen Blondschopf aus Büchern und natürlich auch vom Film.
Im kleinen Theater Hans Dürr gibt es keine zugeordneten Plätze. Bei Kinderstücken sorgt Hans Dürr mit ein paar Spielregeln für gute Kindersicht. Die ersten zwei Reihen sind nur für die Kleinen. Die dritte Reihe für schüchterne Kinder die lieber mit Begleitperson sitzen wollen. Und nur die letzten zwei Reihen sind für Erwachsene. Alle setzen sich brav nach Spielregeln. Doch Ausnahmen gibt es halt immer. Später kommen und dann in die zweite Reihe sitzen, obwohl die Regeln extra nochmal wiederholt wurden. Nicht cool.
Das Stück ist Kindgerecht. Michel ohne Ida, dafür aber mit Lina, Alfred, dem Bauer, der Bäuerin und natürlich Frau Petrell aus der Stadt. Alle Klassiker kommen vor. Die Suppenschüssel, der Schuppen, der Fahnenmast. Und als Michel in der Speisekammer voller Würste verschwunden ist und von seiner Familie gesucht wird, ruft ein Kind laut aus: „Er ist im Schrank! Er ist im Schraaank! Er sitzt im Schrank!…… Der Mann hört mir nicht zu, schon dreimal hab ich ihm gesagt das der Michel im Schrank ist.“ Ein Grinsen schleicht sich auf die Erwachsenen Gesichter des Publikums. Solche live Momente machen Theater aus. Und auch die Kleinen haben immer mal wieder was zu lachen. 50 Minuten später verlassen wir das Theater. Das Patenkind stellt fest, dass sie zu Hause überhaupt keine Suppenschüssel hat. Gut so, dann sparen wir die 4 Kronen für eine neue.

http://www.theater-duerr.de

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