Tag 17. Dat Tortenhus und Draisine

Wieder mal Regen am Morgen. Das kannten wir ja schon. Wir ließen uns heute aber extra viel Zeit um zu frühstücken und chillten noch etwas im Camper. Wir hatten ja Urlaub. Und tatsächlich funktionierte diese Strategie. Als wir am späten Vormittag aufbrachen blinzelte die Sonne durch die Wolken. Ein weiterer kleiner Bummel durch Waren, führte uns zum „dat Tortenhus“. Ein schönes Café im alten Spritzenhaus der Feuerwehr. Laut Feinschmecker eines der besten Cafés Deutschlands. Auf Empfehlung gönnten wir uns ein Stück Apfelthymian-Torte. Kombi klang spannend und schmeckte auch so. Wirklich was ganz besonderes und richtig lecker.
Um 13:30 Uhr hatten wir eine Verabredung in Bahnhofsnähe. Wir hatten für die heutige Nachmittagstour eine Draisine reserviert. Als wir ankamen war lediglich ein anderes Paar vor uns auf der Strecke. Reservierung in der Nachsaison also nicht unbedingt erforderlich. Inzwischen hatte die Sonne den Kampf gewonnen und strahlte zwischen Schönwetterwolken vom Himmel. Wir bestiegen unser Gleisdoppelfahrrad und düsten los. Es machte richtig Spaß durch die Wälder und Felder zu strampeln. Keine Straßen, Wege oder Dörfer soweit das Auge reichte. Einfach nur Natur und wir. Die Fahrt führt einem 13 Kilometer durchs platte Land und Punkt 15:30 Uhr(vorgegebene Wendezeit) wieder zurück. Doch von platt spürten wir nichts. Ging es bergab, pesten wir im höchsten Gang Nr. 7 und strampelten was das Zeug hielt. Mal schauen wie schnell so ein Ding wird. Doch wer runter fährt, muss bekanntlich auch wieder hoch. Strampeln war also auch hier angesagt. Von Geschwindigkeitsrausch beim Berganfahren jedoch keine Spur. Wenn einer aufhört zu treten, merkt es der andere anders als beim Tandem sofort, da man quasi nebeneinander fährt. In der Mitte ist eine Bank, auf der noch zwei weitere Passagiere mitfahren könnten. Bei uns allerdings leer und das ist bergauf auch gut so. Wer will, kann von Anfang an einen E-Motor dazu buchen. Wer jedoch brennende Oberschenkel will, fährt ohne Motor, so wie wir. Wir hatten einen wunderschönen Nachmittag auf dem stillgelegten Gleis im Naturschutzgebiet.Gratis gabs das gute Gefühl, heute etwas getan zu haben.
Zurück am Camper entschlossen wir uns für einen Stellplatzwechsel. Die letzte Nacht am Gleis war zwar nicht so laut wie befürchtet, aber es ging bestimmt entspannter. Daher fuhren wir zum schönen Campingplatz „Ecktannen“ mit Womo Stellplatz direkt am See, ganz ruhig im Wald gelegen und super nettem Rezeptionsteam. Selbstverständlich verfügte der Stellplatz über eine Dusche. Und diese hatten wir uns, lang und heiß, nach der heutigen Strampelei auch verdient!

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