Tag 18. Nationalparkticket – mit Schiff und Mtb durch den Nationalpark

Es war noch ziemlich frisch draußen. Trotzdem rasten wir was die noch müden Beine hergaben, mit den Rädern Richtung Hafen. Abfahrt des Schiffes in den Nationalpark 09:30 Uhr. Ankunft am Hafen 09:30,5 Uhr. Die Reling schon eingeholt und das Schiff am ablegen. Oh nein!!! Zu späht. Doch der Maat hatte Mitleid und lud uns noch mit auf. Bestimmt auch, weil sich die Passagieranzahl durch uns genau verdoppelte. Zwei waren schon drauf + wir zwei = 4 Passagiere auf einem großen Schiff. Uns wurde noch mitgeteilt, dass wir in Röben das Boot wechseln müssten. Los gings. Eigentliche Fahrzeit 1h. Heutige Fahrzeit 2h. Wieso das denn? Motorprobleme erfuhren wir spähtet. Da wir uns aber im Urlaub befanden, wie für uns gemacht. In Röben rüber aufs nächste Schiff, durch ein drittes Schiff durch, da unser neues in zweiter Reihe parkte und auf die 4 Passagiere seit 20 Minuten gewartet hatte. Nun nochmal 1h Bootsfahrt über die riesige Müritz. Deutschlands größter Binnensee. (Der Bodensee ist eigentlich größer, aber da er ja auch in der Schweiz und Österreich liegt, rechnen die Ossis diese Teile nicht mit.) Der Name kommt übrigens aus dem slawischen und bedeutet „kleines Meer.“ Deswegen auch „die“ Müritz, wie „die“ Ostsee.
Unsere Räder wurden fachmännisch ausgeladen und schon kurbelten wir durch den herrlichen Nationalpark. Schöne Wälder und immer wieder Wasser sowie sensationelle Weitblicke begleiteten uns auf unserem 30 km Kurs. Seen, Kanäle, Strände, Schilf, Fichtenwald und Buchenwälder durchquerten wir auf zum Teil breiten, zum Teil Singeltrailartigen Waldwegen.
Da hatte der Ehemann genauso viel Spaß wie die Ehefrau.
Zurück am Camper gab es ein Feierabendbier im Freien und wir grillten zum ersten und wahrscheinlich auch letzten Mal in diesem Urlaub. So fühlt sich also richtiges Camperleben an.

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